Sollte ich lieber in Edelsteine als in Diamanten investieren?

Sollte ich lieber in Edelsteine als in Diamanten investieren?

Jeder gute Finanzberater wird Ihnen sagen, dass ein ausgewogenes Portfolio der richtige Weg ist, um in jeder Volkswirtschaft ein gewisses Maß an Stabilität zu bewahren. Deshalb ist es immer eine gute Idee in Edelmetalle und Edelsteine ​​zu investieren. Allerdings gibt es zu beachten, dass Diamanten und andere Edelsteine ​​nicht wie Aktien und Obligationen öffentlich an den Finanzmärkten gehandelt werden. Eine Investition in Diamanten ist sicherlich eine lohnende Möglichkeit, um sein hart erworbenes Kapital abzusichern, aber es gibt auch eine Menge Dinge die Sie wissen müssen, bevor Sie diese in Ihre Anlagestrategie einbeziehen.

Das erste was zu berücksichtigen wäre, ist die Menge an Geld die Sie zu investieren bereit sind. Denken Sie daran, dass Edelsteine ​​eine langfristige Investition sind und daher keine Möglichkeit darstellen schnell Geld zu verdienen. Jedes Geld das Sie heute investieren, wird noch viele Jahre gebunden sein. Daher sollten Diamanten und Edelsteine eher zur Kapitalabsicherung angesehen werden und sollten ca. 5% des Gesamtportfolios ausmachen.

Denkt man daran in Edelsteine zu investieren, kommen einem in der Regel zunächst Diamanten in den Sinn, allerdings sind Diamanten nicht die einzige Option. Während der Diamantmarkt zu einem großen Teil von Syndikaten (de Beers) stabil gehalten wird, gibt es ein solches Kontrollorgan nicht für die uns bekannten Edelsteine wie Rubine, Smaragde oder Saphire. Weniger bekannte Steine in die auch investiert werden können, sind Alexandrit, Opale, Tsavorite und Südsee-Perlen.

Bevor Sie in Diamanten investieren sollten Sie wissen wie diese bewertet werden. Karat ist das Gewicht des Diamanten und ist eines der 4 C’s. Die anderen drei sind Clarity, Cut und Color. Diamanten, die schön geschliffen und von der Farbe eher ins gelbliche oder braune gehen, sind zwar wertvoll, aber nicht so viel wert wie makellose, schwerere Diamanten, die blau oder weiß sind. Die 4C’s können dadurch einen Unterschied von mehreren tausend Dollar ausmachen wenn Diamanten des gleichen Gewichts betrachtet werden.

Während weiße Diamanten zu den wertvollsten Ihrer Art gehören, gibt es auch Ausnahmen. Es gibt natürliche farbige Diamanten, die als „fancy“ bezeichnet werden. Diese sind seltener als weiße Diamanten, sofern sie unbehandelt sind. Einige dieser Farben sind blau, pink, violett, grün und leuchtend hellgelb.

Bei der Bewertung von farbigen Edelsteinen wird die Seltenheit des Steins genauso berücksichtigt wie die Farbtiefe, Karat, Klarheit und Schliff. Rubine sind zum Beispiel etwa 100x wertvoller pro Karat als Amethyst. Ein häufiger Fehler der gemacht wird, ist einen Edelstein anhand seiner Farbe auszumachen.  Viele Menschen würden einen blauen Stein als Saphir identifizieren, aber es könnte auch ein Beryll, Topas, Zirkon, Spinell oder Iolith sein, die alle unterschiedlich bewertet werden. Saphire kommen in der Natur nicht nur in der Farbe blau vor, sondern in einer großen Vielfalt von Farben.

Da es für Edelsteine keinen kontrollierten Markt wie bei Diamanten gibt, sind die Wertangaben daher immer mit Vorsicht zu genießen. Für die gleiche Qualität kann der Preis für einen Edelstein von einem Händler zum anderen deutlich abweichen.

Es ist zu empfehlen Diamanten oder Edelsteine zur Kapitalabsicherung nicht beim Juwelier zu erwerben, da dort in der Regel überteuerte Endkundenpreise bezahlt werden. Am sinnvollsten ist es am Zwischenhandel vorbei zu kaufen. Suchen Sie sich hierzu ein Händler Ihres Vertrauens.